HY-MAG Pinzip

Das Hydraulisch-Magnetische Prinzip der CBI Schalter – Wie es funktioniert

CBI's HY-MAG Schutzschalter sind das was wir hydraulisch-magnetische MCBs nennen. Für Sie als Anwender bedeutet dies, dass die Schalter immer den Nennstrom halten innerhalb des angegebenen Temperaturbereichs von -40ºC - + 85ºC. Diese Charakteristik bietet insbesondere dann Designvorteile, wenn die Anwendung Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.  Die Schalter bieten auch eine exaktere Auslösung, da Sie immer zu dem spezifizierten Üeberlastpunkt auslösen, unabhängig von der Umgebungstemperatur. Diese Technologie erlaubt es außerdem mit schmaleren Modulen zu arbeiten, was ein klarer Vorteil ist, insbesondere in Verteilungen in denen so viele Verteilerpunkte wie möglich angeordnet werden sollen auf möglichst reduziertem Raum. 


Alle CBI HY-MAG Schutzschalter basieren auf demselben Prinzip, werden aber in verschiedenen Ausführungen und Modellen hergestellt, die den verschiedenen Anwendungen angepasst sind in bezug auf Installation, Verbindungstechnik, Nominalstrom, Spannung und Hilfsfunktionen. The komplette Familie besteht aus sieben verschiedenen Ausführungen, oder “Frames” genannt, die Nominalströme von wenigen mA bis zu 1500A abdecken und Spannungen von wenigen Volt bis zu 600V. Alle hydraulisch-magnetischen Schutzschalter von CBI werden nach IEC getestet auf 10,000 Ein-/Ausschaltzyklen. Die meisten Schalterserien sind zertifiziert nach IEC / EN / VDE (Europa), UL (US Kontinent) und CCC (China), was den weltweiten Einsatz erlaubt, eine Eigenschaft die besonders wichtig ist um Ihre Produkte weltweit exportieren zu können.

Hydraulisch Magnetische Schutzschalter arbeiten mit magnetischer Kraft. Dabei fließt der Laststrom über eine in Serie geschaltene Spule wodurch ein dem Strom proportionales Magnetfeld erzeugt wird. Die Spule ist um einen hermetisch geschlossenen Zylinder gewickelt, in dem sich ein Eisenkern, eine Druckfeder und Silikonöl befinden. Bei Strömen die gleich oder kleiner als der Nennstrom sind, reicht die erzeugte Magnetkraft nicht aus, um den Eisenkern entgegen der Federkraft zur Polscheibe zu bewegen. 

Im Falle einer Überlast Situation, d.h. wenn die Ströme höher sind als der Nennwert, ist die erzeugte Magnetkraft größer als die Federkraft und bewegt den Eisenkern in Richtung der Polscheibe. Während dieses Vorgangs bestimmt die Viskosität des Silikonöls die Geschwindigkeit des Eisenkerns. Hierbei ergibt sich eine kontrollierte Auslösekurve, die umgekehrt proportional zur Stromstärke ist.

Diese Zeitverzögerung verhindert eine Auslösung des Schalters bei kurzzeitiger Überlast, z.B. Motorstart, etc. Obwohl der Eisenkern sich dabei in Richtung Pol bewegt, kehrt er ohne Auslösung des Schalters  in seine Ausgangsposition zurück, sobald die Überlast aufgehoben ist. 

Bleibt die Überlast Situation bestehen, erreicht der Eisenkern nach der entsprechenden Zeitverzögerung die Polscheibe. Dabei werden die Verluste im Magnetfeld erheblich reduziert und die Armatur wird gegen die Polscheibe gezogen. Der Schalter löst aus. Die Kontakte öffnen sich, der Stromfluß wird damit unterbrochen, und der Eisenkern kehrt in seine Ausgangsposition zurück.

Im Falle von hohen Überlast- oder Kurzschlussströmen ist das durch die Spule produzierte Magnetfeld groß genug um die Armatur ohne Verzögerung gegen die Polscheibe zu ziehen. Der Schalter löst aus, obwohl sich der Eisenkern nicht oder fast nicht bewegt hat. Hierbei handelt es sich um den sogenannten unverzögerten Auslösepunkt des Schutzschalters.

Anders als bei thermisch magnetischen Schaltern wird der Auslösepunkt des hydraulisch magnetischen Schalters nicht von der Umgebungstemperatur beeinflußt. Nachdem der Schalter ausgelöst hat, kann er sofort wieder eingeschaltet werden, da eine Abkühlzeit nicht notwendig ist.